ABWASSER, WASSER, ABFALL
MESS- UND REGELTECHNIK
COMPUTERANWENDUNGEN
SONDERENTWICKLUNGEN
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Grundlagen der RedoxregelungDas Verfahren der Denitrifikations-Regelung nach dem Redox-Potential wurde von AQUADATA als kostengünstige und wartungsarme Alternative zu bestehenden Nitrit/Nitrat- (NOX-) Regelungen entwickelt. Die Redox-Spannung oder das Redox-Potential ist ein Maß für das Verhältnis zwischen reduzierten und oxidierten Stoffen. Betrachtet man die biologische Abwasserreinigung, so befinden sich im zulaufenden Abwasser überwiegend Substanzen mit reduzierenden Eigenschaften, die durch den aeroben Abbauprozeß allmählich oxidiert werden. Das Verhältnis verschiebt sich dabei zugunsten der oxidierten Komponente und die Redox-Spannung nimmt zu. Bei der Denitrifikation kommt es dagegen zu einem Absinken der Redox-Spannung, da u.a. mit dem Nitrat ein oxidierter Stoff entfernt wird. Die Redox-Ganglinie zeigt dabei charakteristische Merkmale, die sich zur Regelung des Denitrifikations-Prozesses verwenden lassen. Von besonderer Bedeutung ist für die hier beschriebene Regelung das Auftreten eines Knicks beim Erreichen des Nitrat-Nullpunktes (siehe Abbildung). PrinzipEine Redox-Regelung besteht in der Grundkonfiguration aus einer Redox-Elektrode und einem Prozeßrechner (siehe Abbildung unten). Durch die im Belebungsbecken installierte Elektrode wird das Redox-Potential des Belebtschlammes ständig gemessen und an den Prozeßrechner übertragen. Dieser wertet das Meßsignal aus und erzeugt -u.U. unter Einbeziehung weiterer Meßgrößen wie Sauerstoffgehalt, Temperatur, pH-Wert und Ammonium-Konzentration Steuersignale für die prozeßbeeinflussenden Aggregate. AnwendungsbereichDie Redox-Regelung eignet sich prinzipiell für alle kommunalen Kläranlagen, in denen eine vollständige Denitrifikation von der Auslegung her realisierbar ist. Wegen der vergleichsweise niedrigen Kosten und des geringen Wartungsaufwands kann der Einsatz auch in solchen Fällen erwogen werden, in denen Denitrifikations-Regelungen bisher als zu teuer oder zu wartungsintensiv verworfen wurden. Die Anwendung im Bereich der industriellen Abwasserreinigung ist abhängig von der jeweiligen Abwasserbeschaffenheit und deshalb im Einzelfall zu prüfen. Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten sind gegeben, wenn neben der Stickstoffelimination auch eine biologische Phosphorentfernung vorgesehen ist: Da die Redox-Regelung im Bereich geringer NOX-Konzentration sehr genau arbeitet, kann die Forderung nach möglichst geringem NOX-Eintrag in das Anaerob-Becken bzw. die anaerob-Zone sicher erfüllt werden. Verschiedene Untersuchungen lassen darüber hinaus erkennen, daß auch die biologische Phosphor-Elimination selbst durch eine Kontrolle des Redox-Potentials günstig beeinflußt werden kann. Mehrkanalige und kombinierte RegelungenZweikanalige Redoxregelung
Die Zentraleinheit der Redox-Regelung (Baureihe ARS) kann mit einem zweiten,
unabhängigen Meß- und Regelkreis, z.B. für ein weiteres Belebungsbecken,
ausgerüstet werden.
Regelung nach Redoxpotential und Ammoniumgehalt
Wenn zusätzlich zur Denitrifikation auch die Nitrifikation geregelt werden soll,
kann die Zentraleinheit mit einem weiteren Eingang für ein Meßsignal
0(4)..20 mA von einem Ammonium-Prozeßanalysengerät ausgestattet werden.
Kombination mit einer SauerstoffregelungMöglich ist auch eine Kombination mit einer Messung und Regelung des Sauerstoffgehaltes im Belebungsbecken. Die O2-Messung bieten wir in zwei Varianten an:
In beiden Fällen erfolgt die Regelung des O2-Gehaltes über einen Regler mit P(I)D-Charakteristik oder als Grenzwertregler mit einstellbaren Grenzwerten. Zusätzlich gibt es eine programmierbare logarithmische Dämpfung zur Begrenzung der Schaltspiele in Abhängigkeit von der Grenzwertüber- oder -unterschreitung. Wie die Redox-Regelung allein kann auch die kombinierte Regelung Redox/O2 mit einer Zentraleinheit für zwei Belebungsbecken ausgeführt werden. Bei allen Austattungsvarianten ist die entsprechende Programmierung der Zentraleinheit im Lieferumfang enthalten. |
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AQUADATA Abwassertechnik GmbH
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